Leistung
Ein barrierefreies Bad, das nicht nach Pflege aussieht
Die meisten Menschen denken bei barrierefrei an weiße Kunststoffgriffe und Klinikatmosphäre. Das ist ein Missverständnis. Barrierefreiheit ist eine Planungsaufgabe, keine Produktkategorie. Wenn Bewegungsflächen, Zugänge und Materialien richtig geplant sind, sieht ein barrierefreies Bad genauso aus wie ein sehr gutes Bad, weil es eines ist. Wir gestalten keine Bäder, wir gestalten Zustände. Sicherheit ist ein Zustand. Sie entsteht, wenn du dich im Bad nicht konzentrieren musst, um dich sicher zu bewegen.



Was Barrierefreiheit konkret bedeutet
Die wichtigsten Größen sind Bewegungsflächen, Zugangsbreiten und Schwellenfreiheit. Als Orientierung dienen 120 mal 120 Zentimeter Bewegungsfläche vor den Objekten, bei Rollstuhlnutzung 150 mal 150 Zentimeter. Türen sollten mindestens 80, besser 90 Zentimeter lichte Breite haben und nach außen öffnen oder als Schiebetür ausgeführt sein. Die bodengleiche Dusche ist das Herzstück. Sie ist schwellenlos, sie ist mit einem Duschsitz nutzbar und sie sieht in jedem gestalteten Bad selbstverständlich aus.
Details, die den Unterschied machen
Rutschhemmung ab Bewertungsgruppe B beziehungsweise R10 im Nassbereich. Stützklappgriffe an tragfähigen Wandkonstruktionen, die bei der Rohbauphase vorbereitet werden, auch wenn die Griffe erst später montiert werden. Unterfahrbare Waschtische mit flachem Siphon. Kontrastreiche Gestaltung zwischen Boden, Wand und Objekten für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen. Blendfreie Beleuchtung und eine Nachtorientierung mit niedriger Lichtstärke. All das lässt sich mit hochwertigen Materialien kombinieren. Wie das in einem gestalterisch anspruchsvollen Konzept aussieht, zeigen wir unter Luxusbad planen und Naturstein im Bad.
Eindrücke.
Materialien und Lichtführung aus umgesetzten Projekten im Rhein-Main-Gebiet.



Vorausschauend statt nachträglich
Der günstigste Zeitpunkt für Barrierefreiheit ist die reguläre Sanierung. Tragfähige Wände, ausreichende Türbreiten und schwellenlose Zugänge kosten während des Umbaus wenig zusätzlich. Nachträglich verursachen sie ein zweites Projekt. Deshalb sprechen wir bei jeder Komplettsanierung über die nächsten zwanzig Jahre, nicht nur über die nächsten fünf. Auch bei kleinen Grundrissen ist vieles möglich. Was dabei zu beachten ist, steht unter kleines Bad renovieren. Für das Gäste-WC gelten eigene, meist einfachere Anforderungen.
Ablauf und Kosten
Nach sieben Einstiegsfragen und unserer Antwort binnen 48 Stunden folgen Aufmaß, Entwurf und Festpreisangebot. Der zeitliche Verlauf steht unter Badsanierung Ablauf, die Budgetlogik unter Badsanierung Kosten. Für Umbaumaßnahmen zur Barrierereduzierung gibt es je nach Situation Zuschüsse der Pflegekassen und Förderprogramme. Wir weisen dich darauf hin, die Antragstellung liegt bei dir.
Wo wir arbeiten
Wir planen barrierefreie Bäder im gesamten Rhein-Main-Gebiet, unter anderem in Frankfurt, Mainz, Wiesbaden, Offenbach, Darmstadt, Bad Homburg und Kronberg. Unser Sitz ist Hanau. Wer zusätzlich Erholung möchte, kombiniert das Konzept mit einer Wellnesszone.
Die wichtigsten Maße im Überblick
Barrierefreiheit lässt sich weitgehend in Maßen ausdrücken. Als Orientierung dienen die Angaben der DIN 18040-2, die im privaten Wohnungsbau zwar nicht verpflichtend ist, aber eine sinnvolle Grundlage bildet. Bewegungsflächen vor Waschtisch, WC und Dusche sollten mindestens 120 mal 120 Zentimeter betragen, bei Rollstuhlnutzung 150 mal 150 Zentimeter. Türen brauchen mindestens 80 Zentimeter, komfortabel sind 90 Zentimeter lichte Breite. Sie sollten nach außen öffnen oder als Schiebetür ausgeführt sein. Der Duschbereich sollte mindestens 120 mal 120 Zentimeter messen, schwellenlos ausgeführt sein und einen Bodenbelag mit ausreichender Rutschhemmung haben. Der Duschsitz liegt üblicherweise auf 46 bis 48 Zentimetern Höhe, Stützklappgriffe auf etwa 85 Zentimetern. Das WC wird häufig auf 46 bis 48 Zentimeter Sitzhöhe gesetzt, also etwas höher als üblich, mit seitlichem Freiraum von mindestens 90 Zentimetern auf einer Seite. Der Waschtisch sollte unterfahrbar sein, mit einer Unterkante von etwa 67 Zentimetern und einem flachen oder nach hinten versetzten Siphon. Diese Maße sind kein Korsett. Sie sind Anhaltspunkte, aus denen wir gemeinsam die für dich passende Lösung ableiten.
Barrierefrei ohne Kompromiss bei der Gestaltung
Der Vorwurf, barrierefreie Bäder sähen steril aus, stammt aus einer Zeit, in der es nur wenige gestaltete Produkte gab. Das hat sich grundlegend geändert. Stützklappgriffe gibt es in denselben Oberflächen wie Armaturen, in Schwarz matt, gebürstetem Messing oder Edelstahl. Duschsitze lassen sich klappbar und materialgleich zur Wandverkleidung ausführen oder als gemauerte Sitzbank mit Natursteinauflage integrieren. Die schwellenlose Dusche ist ohnehin ein gestalterischer Vorteil, kein Zugeständnis. Ein durchgehender Bodenbelag ist das, was man in jedem hochwertigen Bad ohnehin anstrebt. Kontraste, die für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen notwendig sind, lassen sich über Material und Helligkeit lösen statt über Farbwechsel: ein dunklerer Boden gegen eine hellere Wand, ein abgesetzter Waschtischkörper, eine sichtbare Kante an der Duschzone. Und die vielleicht wichtigste Maßnahme ist unsichtbar: eine tragfähige Wandkonstruktion hinter der Fliese, die Stützgriffe an definierten Positionen aufnehmen kann, auch wenn heute noch keine montiert werden. Das kostet in der Bauphase fast nichts und erspart später einen kompletten Rückbau.
Kurz zusammengefasst
Barrierefreiheit ist eine Planungsaufgabe, keine Produktkategorie. Richtig geplant sieht ein barrierefreies Bad aus wie ein sehr gutes Bad. Die wichtigsten Maße: 120 mal 120 Zentimeter Bewegungsfläche, 90 Zentimeter lichte Türbreite, schwellenloser Duschzugang. Die bodengleiche Dusche ist die technische Grundlage. Sie ist zugleich der stärkste optische Gewinn in jedem Bad. Tragfähige Wandkonstruktionen für spätere Stützgriffe kosten in der Bauphase fast nichts und ersparen später einen Rückbau. Kontraste lösen wir über Helligkeit und Material statt über Farbwechsel, damit das Bad ruhig bleibt. Der günstigste Zeitpunkt für Barrierefreiheit ist die reguläre Sanierung, nicht der Notfall.
Häufige Fragen zum barrierefreien Bad
Muss ein barrierefreies Bad der DIN 18040-2 entsprechen?
Im privaten Wohnungsbau ist die Norm nicht verpflichtend. Sie ist aber eine gute Orientierung, besonders wenn Förderungen im Spiel sind.
Sieht eine bodengleiche Dusche mit Duschsitz nach Pflege aus?
Nicht, wenn der Sitz gestalterisch integriert oder klappbar und materialgleich ausgeführt ist.
Kann ich Haltegriffe später nachrüsten?
Ja, wenn die Wandkonstruktion darauf vorbereitet ist. Genau das planen wir mit.
Welche Türlösung ist am besten?
Eine Schiebetür spart Bewegungsfläche. Ist das nicht möglich, sollte die Tür nach außen öffnen.
Gibt es Zuschüsse?
Je nach Pflegegrad und Förderprogramm ja. Wir liefern die Unterlagen, die du für den Antrag brauchst.

Barrierefreies Bad
Plane heute das Bad von übermorgen. Sieben Fragen, Antwort binnen 48 Stunden. info@maisonmerila.de
