Maison Merila

Leistung

Badsanierung im Altbau

Ein Altbau hat Raumhöhe, Proportion und Geschichte. Er hat aber auch Holzbalkendecken, gewachsene Leitungswege und Wände, die schon einige Umbauten gesehen haben. Eine Badsanierung im Altbau verlangt deshalb mehr Vorarbeit als im Neubau, und sie belohnt diese Vorarbeit mit Räumen, die man so heute kaum noch baut.

Wir gestalten keine Bäder, wir gestalten Zustände. Im Altbau heißt das: Wir prüfen zuerst, was das Haus tragen und leisten kann, und entwerfen dann ein Bad, das zu seiner Substanz passt.

5 von 5 Sternenlaut unseren Kundinnen und Kunden
Freistehende Wanne vor schwarzer Marmorwand
Waschtisch aus Travertin mit Messingarmaturen
Begehbare Dusche mit goldenem Mosaik

Was einen Altbau anders macht

Im Neubau sind Deckenaufbau, Leitungswege und Schallschutz geplant und dokumentiert. Im Altbau ist vieles über Jahrzehnte gewachsen. Ein Strang wurde in den Siebzigern ersetzt, eine Wand später eingezogen, ein Estrich irgendwann aufgedoppelt. Pläne gibt es selten, und wenn, zeigen sie oft nicht den heutigen Stand.

Das ist kein Grund zur Sorge, aber ein Grund für eine andere Reihenfolge. Bei einer Badsanierung im Altbau steht die Bestandsaufnahme am Anfang, nicht der Fliesenkatalog. Baujahr und Bauweise geben erste Hinweise. Was im einzelnen Bad tatsächlich zu tun ist, zeigt erst die Prüfung vor Ort.

Dazu kommt der Anspruch an die Gestaltung. Ein Altbau verträgt keine beliebige Standardlösung. Proportionen, Fensterachsen und Türen geben eine Ordnung vor, die das neue Bad aufnehmen sollte. Materialien wie Naturstein, Kalkputz oder handwerklich gefertigte Fliesen passen oft selbstverständlicher in diese Räume als glatte Industrieoberflächen. Wir verstehen die Sanierung deshalb als Weiterbau: technisch auf heutigem Stand, gestalterisch im Gespräch mit dem Haus.

Holzbalkendecke und Aufbaugewicht

Viele Altbauten im Rhein-Main-Gebiet stehen auf Holzbalkendecken. Sie tragen zuverlässig, reagieren aber empfindlicher auf zusätzliche Lasten und auf Feuchtigkeit als eine Betondecke. Ein Bad mit Naturstein, Mörtelbett, Estrich, Fußbodenheizung und gefüllter Wanne bringt ein Gewicht mit, das man vorher kennen sollte.

Wir planen deshalb den gesamten Bodenaufbau mit: Welche Höhe steht zur Verfügung, welches Gewicht kommt pro Quadratmeter hinzu, wo liegen die Balken und in welche Richtung spannen sie. Oft lassen sich leichte Trockenestriche, dünnere Formate oder eine geschickte Platzierung der Wanne nahe einer tragenden Wand kombinieren. Wo die Lastfrage offen bleibt, gehört eine statische Einschätzung dazu, bevor wir das Material festlegen.

Auch Feuchtigkeit spielt hier eine Rolle. Eine Holzbalkendecke unter einem Bad muss dauerhaft trocken bleiben. Deshalb prüfen wir beim Öffnen des Bodens, in welchem Zustand Balkenköpfe und Schüttung sind, und beziehen das Ergebnis in die weitere Planung ein.

Mehr zum Zusammenspiel von Decke und Planung liest du im Journal unter Badplanung im Altbau mit Holzbalkendecke.

Eindrücke.

Materialien und Lichtführung aus umgesetzten Projekten im Rhein-Main-Gebiet.

Waschtisch aus rosé Onyx mit hinterleuchtetem Spiegel
Dusche in Bronzeoptik mit beleuchteter Mosaiknische
Begehbare Dusche mit goldenem Mosaik

Alte Leitungen: erst öffnen, dann entscheiden

In älteren Häusern treffen wir auf sehr unterschiedliche Leitungsstände. Manche Stränge sind bereits erneuert, andere stammen aus verschiedenen Jahrzehnten und Materialien. Welcher Zustand vorliegt, lässt sich von außen nur begrenzt sagen. Darum gehört die Leitungsführung zur technischen Bestandsprüfung beim Aufmaß.

Bei einer Komplettsanierung erneuern wir die Leitungen im Bad in der Regel bis zum sinnvollen Anschlusspunkt, damit unter neuen Oberflächen keine alte Technik verschwindet. Wo Fallleitungen oder Steigstränge mehrere Wohnungen betreffen, stimmen wir das Vorgehen mit Eigentümern und Verwaltung ab.

Bevor Wände und Böden geschlossen werden, fotografieren wir die Leitungsführung. Diese Fotos sind Teil der Dokumentation bei der Übergabe und helfen dir später bei jeder Frage, wo was verläuft. Warum diese Reihenfolge wichtig ist, beschreibt der Beitrag Technik vor Fliesen.

Abdichtung nach DIN 18534

Seit Juli 2017 regelt die DIN 18534 verbindlich, wie Innenräume gegen Wasser abgedichtet werden. Für ein Bad im Altbau ist das besonders wichtig, weil Holz und Feuchtigkeit sich nicht vertragen. Eine fachgerechte Abdichtung ist hier keine Formalie, sondern Schutz für die Decke darunter.

Wir legen die Abdichtung nach der tatsächlichen Wassereinwirkung aus: Duschbereich, Wannenumfeld und Boden werden je nach Beanspruchung unterschiedlich behandelt. Übergänge, Durchdringungen und Anschlüsse an Abläufe sind die kritischen Stellen, und genau dort arbeiten wir mit Dichtbändern, Manschetten und klaren Detailzeichnungen.

Wie die Verbundabdichtung unter Fliese und Naturstein aufgebaut ist, erklärt das Journal unter Verbundabdichtung im Bad.

Schallschutz im Mehrfamilienhaus

Holzbalkendecken übertragen Trittschall und Fließgeräusche spürbarer als massive Decken. Wer im Altbau über einer anderen Wohnung saniert, plant den Schallschutz deshalb von Anfang an mit.

  • Entkoppelte Befestigungen für Vorwandelemente und Leitungen
  • Schalldämmende Ummantelung von Fallleitungen
  • Trittschalldämmung im Bodenaufbau, abgestimmt auf Höhe und Gewicht
  • Randdämmstreifen, damit der Estrich die Wände nicht berührt

Diese Maßnahmen sieht man später nicht. Man hört sie, oder besser: Man hört nichts. Für dich und für die Nachbarn unter dir macht das einen deutlichen Unterschied.

In Eigentumswohnungen kommen Vorgaben der Gemeinschaft hinzu. Welche Unterlagen die Verwaltung braucht und worauf es bei Eingriffen in gemeinschaftliche Leitungen ankommt, beschreibt der Beitrag Bad sanieren in der Eigentumswohnung.

Hohe Räume nutzen

Raumhöhe ist im Altbau ein echtes Geschenk. Sie erlaubt Vorwände, hinter denen Technik und Stauraum verschwinden, ohne dass der Raum gedrückt wirkt. Sie erlaubt abgehängte Decken für indirektes Licht und Lüftung, während der obere Teil der Wand frei und ruhig bleibt.

Wir nutzen die Höhe bewusst in Zonen: unten das, was du täglich brauchst, darüber Licht, Spiegel und Nischen, ganz oben Ruhe. Hohe Fenster bleiben möglichst unangetastet, Stuck oder alte Türen beziehen wir in das Konzept ein, wenn sie erhalten werden sollen. So entsteht ein Bad, das den Charakter des Hauses fortschreibt, statt ihn zu überdecken.

Licht planen wir dabei in Ebenen: ein ruhiges Grundlicht aus der Decke, ein blendfreies Licht am Spiegel und ein leises Akzentlicht in Nischen oder an der Wand. Gerade in hohen Räumen verhindert das, dass das Bad abends kühl oder leer wirkt. Lüftung und Abluft führen wir in der abgehängten Decke unauffällig mit.

Bodengleiche Dusche im Bestand

Der Wunsch nach einer bodengleichen Dusche ist im Altbau häufig, und er ist oft umsetzbar. Die entscheidende Frage ist die Aufbauhöhe für Gefälle und Ablauf. Auf einer Holzbalkendecke kann man nicht beliebig tief in die Konstruktion gehen, daher prüfen wir Balkenlage, vorhandene Höhe und mögliche Ablaufwege.

Flache Ablaufsysteme, Wandabläufe oder eine leichte Anhebung des gesamten Bodens im Bad sind typische Wege. Den Spritzschutz lösen wir über Geometrie: ausreichende Tiefe, sauberes Gefälle, eine gemauerte Wandscheibe oder eine Nische. Was im Bestand möglich ist, zeigt der Beitrag Bodengleiche Dusche im Altbau. Einen allgemeinen Überblick findest du auf der Seite bodengleiche Dusche.

Ablauf, Prüfung vor Ort und Baustelle

Am Anfang stehen sieben Fragen, auf die du binnen 48 Stunden eine Antwort bekommst. Danach kommen wir zum Aufmaß mit technischer Bestandsprüfung vor Ort: Wir messen, prüfen Deckenaufbau, Leitungen, Abläufe und Wände und besprechen mit dir, wie du das Bad nutzen möchtest.

Daraus entstehen Entwurf, Materialkonzept und ein Festpreisangebot. Der Vorlauf für Planung und Materialbeschaffung liegt meist bei sechs bis zehn Wochen. Die reine Bauzeit für ein Vollbad beträgt üblicherweise drei bis sechs Wochen. Gerade im Altbau kann es Funde geben, die vorher nicht sichtbar waren. Nachträge entstehen nur in diesem Fall und immer nach Abstimmung mit dir.

Wir übernehmen die Badsanierung komplett aus einer Hand: Planung, Material, alle Gewerke und Bauleitung. Du hast einen Ansprechpartner, der das Haus kennt und die Entscheidungen zusammenhält. Wie die einzelnen Schritte ineinandergreifen, zeigt die Seite Ablauf einer Badsanierung.

Altbauten werden meist während der Sanierung bewohnt, oft mit Nachbarn auf derselben Treppe. Wir trennen den Arbeitsbereich mit Staubschutzwänden ab, legen Schutzmatten auf Treppen und Flure, bündeln laute Arbeiten in festen Phasen und reinigen täglich. Historische Treppenhäuser und Dielen behandeln wir mit der Sorgfalt, die sie verdienen.

Vor Beginn sprechen wir mit dir über Zufahrt, Lagerfläche und Zeiten, zu denen es ruhig bleiben soll. Material liefern wir möglichst gebündelt an, damit das Treppenhaus nicht über Wochen belegt ist. So bleibt der Alltag im Haus planbar, auch wenn ein Raum für einige Wochen Baustelle ist.

Kurz zusammengefasst

Eine Badsanierung im Altbau beginnt mit der Prüfung vor Ort: Holzbalkendecke, Aufbauhöhe, Leitungen und Schallschutz bestimmen, was möglich ist. Die Abdichtung folgt der DIN 18534, die Leitungsführung wird vor dem Verschließen fotografiert. Hohe Räume und eine bodengleiche Dusche sind oft gut umsetzbar, wenn Gewicht und Ablauf früh geplant werden. Alles kommt aus einer Hand, zum Festpreis, mit Nachträgen nur nach Abstimmung.

Häufige Fragen zur Badsanierung im Altbau

Kann ich auf einer Holzbalkendecke ein Bad mit Naturstein bauen?

Oft ja. Entscheidend sind Gewicht und Aufbauhöhe. Wir planen den Bodenaufbau mit leichten Systemen, passenden Formaten und einer sinnvollen Platzierung schwerer Elemente. Wo die Last offen bleibt, gehört eine statische Einschätzung dazu.

Müssen im Altbau alle Leitungen erneuert werden?

Das zeigt die Prüfung vor Ort. Bei einer Komplettsanierung erneuern wir die Leitungen im Bad in der Regel bis zum sinnvollen Anschlusspunkt. Stränge, die mehrere Wohnungen betreffen, stimmen wir mit Eigentümern und Verwaltung ab.

Ist eine bodengleiche Dusche im Altbau möglich?

In vielen Fällen ja. Wir prüfen Balkenlage, vorhandene Höhe und Ablaufwege und wählen dann flache Ablaufsysteme, Wandabläufe oder eine leichte Anhebung des Bodens im Bad.

Wie lange dauert eine Badsanierung im Altbau?

Der Vorlauf für Planung und Materialbeschaffung liegt meist bei sechs bis zehn Wochen. Die reine Bauzeit für ein Vollbad beträgt üblicherweise drei bis sechs Wochen.

Was passiert, wenn beim Öffnen etwas Unerwartetes auftaucht?

Nachträge entstehen nur bei Funden, die vorher nicht sichtbar waren, und immer erst nach Abstimmung mit dir. Du entscheidest, bevor weitergearbeitet wird.

Dein Altbau, dein Bad.

Sieben Fragen genügen für den Anfang. Antwort binnen 48 Stunden.